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Workaholic - Wenn Vielarbeiten krank macht

Er kommt morgens als erster ins Büro und geht abends als letzter. Rund um die Uhr kann man ihn anrufen, er schlägt kein Projekt ab. Mancher Vorgesetzte mag sich über den Einsatz des Workaholics freuen. Aber Vorsicht: Arbeit sollte nie das ganze Leben bestimmen.

Wenn Deadlines drücken oder das Saisongeschäft brummt, werden in vielen Betrieben Überstunden gemacht. Nicht jeder, der dann freiwillig länger am Arbeitsplatz bleibt, ist ein Workaholic. Aber wo ist die Grenze zwischen Verantwortung oder Spaß an der Arbeit und ungesunder Sucht?

Entscheidend ist die Haltung

Ist der Mitarbeiter ein Getriebener? Kreisen die Gedanken nur noch um die Arbeit? Vernachlässigt er seine Familie? Arbeitet er bis zur völligen Erschöpfung? Oder ist er einfach mit Hingabe bei der Sache und vergisst dann auf die Uhr zu schauen? Dr. Stefan Poppelreuter, Experte für Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen, erklärt im Interview mit dem Wissenschaftsmagazin Forschung & Lehre: "Es liegt auf der Hand, dass das erste problematisch werden kann, während ein hingebungsvolles Arbeiten und eine große Freude am Beruf zutiefst befriedigend und letztlich auch gesund sein können."

Arbeitgeber sollten im Blick behalten, wenn ein Mitarbeiter ein ungesundes Verhältnis zum Job entwickelt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Arbeitssucht zwar nicht in ihrem Katalog aufgenommen, Experten vergleichen sie aber mit der Spiel- oder Kaufsucht. Menschen, die sich von ihrer Arbeit nicht abgrenzen können, brauchen Hilfe.

Reden Sie mit dem Mitarbeiter über sein Verhalten und signalisieren Sie Unterstützung. Es gibt Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Arbeitssüchtigen, aber auch ambulante und stationäre Therapien sind möglich. Ziel ist es, ein ausgewogeneres Verhältnis von Arbeit und Freizeit hinzubekommen. Denn davon profitieren auf lange Sicht Arbeitnehmer und Betrieb.

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