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Burnout - Wie erkenne ich, dass Mitarbeiter gefährdet sind?

Schlechte Laune, Müdigkeit, Fehlzeiten - hat mein Mitarbeiter nur eine schlechte Phase oder ist er ernsthaft Burnout gefährdet? Viele Anzeichen für ein Erschöpfungsproblem werden von Führungskräften nicht erkannt oder als Befindlichkeit abgetan. Um so wichtiger ist es, genau hinzusehen und im Ernstfall zu handeln.

Was genau ist ein Burnout?

Burnout wird definiert als Zustand starker emotionaler und körperlicher Erschöpfung durch chronische Überforderung oder auch anhaltende Kränkungen im Beruf. Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland sieht Burnout als potenzielle Gefahr für sich, jeder siebte gibt sogar an, stark gefährdet zu sein.

Zu den ersten Symptomen zählen vor allem anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung: Betroffene glauben, dass sie ihre täglichen Aufgaben nicht mehr bewältigen können und fühlen sich überfordert. Das Bedürfnis nach Ruhepausen und Erholung wächst zwar, doch der Erholungseffekt tritt immer seltener ein. Denn viele Betroffene haben es schlicht verlernt, nach Feierabend oder im Urlaub abzuschalten.

In der Folge sinkt trotz gleichbleibend hoher Anforderung die Leistungsfähigkeit: Man schafft die Arbeit nicht mehr, Konzentrationsstörungen und Nervosität treten auf, die Fehlerquote steigt. Erfolgserlebnisse kommen kaum noch vor, gleichzeitig fühlen sich Betroffene immer weniger fähig, Entscheidungen zu treffen.

Wer jetzt noch mehr arbeitet, um Defizite auszubügeln, wendet zunächst noch mehr Energie auf als bislang, erlebt oft aber nur noch mehr Situationen des Scheiterns. Ängste und Schlafstörungen nehmen zu, die emotionale Belastbarkeit sinkt rapide. Es folgen Sinnverlust, innere Leere, Unzufriedenheit, Gleichgültigkeit, Hoffnungslosigkeit.

Betroffene ziehen sich immer mehr zurück. Ein solcher Seelenzustand schlägt sich auch auf das Immunsystem nieder – Betroffene werden deshalb anfälliger für Infekte und Erkrankungen. Rechtzeitig die Bremse zu ziehen, ist deshalb sehr wichtig.

Rechtzeitig dagegen steuern

Betroffene sehen sich selbst oft als Menschen, die besonders hart arbeiten, die Schuld für ein Scheitern bei sich sehen und großen Wert darauf legen, wegen ihrer Arbeit wertgeschätzt zu werden. Andere um Hilfe oder Unterstützung zu bitten, gilt ihnen als Schwäche. Genau das aber muss man tun, denn aus dem Teufelskreis eines Burnouts kann man sich allein nicht befreien.

Auch wenn es noch so schwer fällt: Unterstützung einzufordern und die Ursachen der Überforderung zu benennen, ist der einzige Weg, der ins Freie führt.

Der zweite Schritt: Die Grundlagen schaffen für die Rückkehr von innerer Ruhe. Mit viel Bewegung, Entspannungsübungen und einer gesunden Ernährung sowie einer strikten Trennung von Arbeitszeit und Freizeit sind die wichtigsten Voraussetzungen erfüllt.

Droht hingegen ein Rückfall, sollte man nicht zögern, ärztliche oder therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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