08.02.2019 Steuerrecht

Essenszuschüsse - Neue Bewertungsregeln vom Finanzamt

Gewähren Arbeitgeber ihren Mitarbeitern Essenszuschüsse, so können diese steuerbegünstigt sein. Erläuterungen dazu gibt das Bundesministerium der Finanzen in einem Schreiben an die obersten Finanzbehörden der Länder. Dieses Schreiben wurde kürzlich in einer neuen Version veröffentlicht.

In dem Schreiben wird unter anderem klargestellt, dass arbeitgeberseitige Zuschüsse zu Mahlzeiten der Mitarbeiter mit den amtlichen Sachbezugswerten angesetzt werden können. Als Mahlzeit kommen Frühstück, Mittag- oder Abendessen in Frage. Voraussetzung ist aber unter anderem, dass der Zuschuss den amtlichen Sachbezugswert der Mahlzeit um nicht mehr als 3,10 Euro übersteigt. Das kann sowohl der Wert für das Mittag- aber auch der für das Abendessen oder Frühstück sein. Die ausdrückliche Ausweitung auf Frühstück oder Abendessen gilt auch bei der (ohne Nachweis der Abwesenheitstage möglichen) Abgabe von bis zu 15 Zuschüssen monatlich etwa in Form von Restaurantschecks.

Im Weiteren geht aus dem Schreiben hervor, dass auch Zuschüsse zu Mahlzeiten von Arbeitnehmern im Homeoffice oder solchen, die nicht mehr als sechs Stunden täglich (ggf. ohne Pause) arbeiten, mit den Sachbezugswerten ansetzbar sind. Die Bewertung als Sachbezug ist außerdem auch dann zulässig, wenn der Arbeitnehmer einzelne Bestandteile seiner Mahlzeit bei verschiedenen Akzeptanzstellen erwirbt.

Wichtig ist, dass je Arbeitstag und je bezuschusster Mahlzeit (Frühstück, Mittag- oder Abendessen) nur ein Zuschuss mit dem amtlichen Sachbezugswert berücksichtigt werden kann. Erwirbt der Arbeitnehmer dagegen am selben Tag weitere Mahlzeiten für andere Tage auf Vorrat, muss der Arbeitgeber die hierfür gewährten Zuschüsse als Barlohn erfassen. Gleiches gilt für den Einzelkauf von Bestandteilen einer Mahlzeit auf Vorrat.

Zum BMF-Schreiben.

Immer zuerst informiert

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie Informationen rund um ein gesundes Miteinander am Arbeitsplatz sowie News aus der Sozialversicherung, dem Steuerrecht und Personalwesen.

nach oben