12.01.2018 Fit am Arbeitsplatz

Apfel schlägt Schnitzel - Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz

Schnitzel, Pommes, zum Nachtisch ein Stück Kuchen und zwischendurch Kekse, Schokolade und Co. Zugegeben, unser Gehirn braucht Kohlenhydrate, um leistungsfähig und kreativ zu sein, doch wer sich während des Arbeitstages einseitig ernährt, wird unweigerlich in ein Tief fallen. Viele wissen nicht, wie sie sich ohne großen Aufwand während des Arbeitstags gesund ernähren können. BGM-Experte Philipp Bernert gibt hilfreiche Tipps.

Herr Bernert, wie können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter dabei unterstützen, sich gesund zu ernähren?

  • Gesundheit am Arbeitsplatz und ausgewogene Ernährung gehören unmittelbar zusammen. Ernähren wir uns ausgewogen, sind wir geistig und körperlich fit. Achten wir nicht darauf, was wir essen, ist ein Leistungstief programmiert.
  • Wichtig ist, die Mitarbeiter für gesunde Ernährung zu sensibilisieren. Wer zum Beispiel übergewichtig ist, weiß in der Regel, woher dies kommt. Dann hilft es nicht, mit erhobenem Zeigefinger das Fastfood zu verbieten, sondern es ist besser, leckere Alternativen aufzuzeigen, die leicht umzusetzen sind, zum Beispiel mit einem "gesunden" Angebot in der Kantine.

Aber nicht immer haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, in der Kantine zu essen.

  • Richtig, das ist ein Problem. Ebenso sind es nur wenige, die abends daheim vorkochen und auf diese Weise kontrollieren können, was sie essen. Dann gibt es am Mittag dick belegte Brote und am Abend die Hauptmahlzeit des Tages. Diese Verteilung der Kalorien ist weniger gut.
  • Ich empfehle daher, die Kalorienanzahl über den Tag zu verteilen. Ein Mittagessen sollte 550 bis 700 Kalorien nicht übersteigen.
  • Eine leichte Mahlzeit und ein Spaziergang am Abend helfen dabei, das Gewicht zu halten.
BKK-VBU Arbeitgeber- Newsletter: Porträt Philipp Bernert

Unsere Präventionsberater unterstützen Sie und Ihre Mitarbeiter dabei, ausgewogene Ernährung in den Arbeitsalltag einzubinden, zum Beispiel durch Ernährungsberatung, Kantinen-Check, Einkaufsführungen oder Fachvorträge.

Philipp Bernert, Team Betriebliches Gesundheitsmanagement der BKK VBU

Welche Speisen eignen sich gut zum Mitbringen für die Mittagspause?

  • Obwohl ich allgemein von Fertiggerichten abrate, weil sie zu fett und zu salzhaltig sind, gibt es Tiefkühl-Gerichte in Dampf-Schalen mit Gemüse und magerem Fleisch. Ihr Vorteil: Beim Erwärmen bleiben die Vitamine erhalten. Koch-Muffel können sich auch einen Fertig-Salat von der Frischetheke mitnehmen. Diesen kann man mit Thunfisch oder Hähnchen-Sticks aufpeppen. Von Fertig-Dressing rate ich ab, weil es oft zu fett ist. Deshalb besser das Dressing daheim zusammen mixen.
  • Einen weiteren Tipp habe ich für Nudelliebhaber: Lassen Sie den Ketchup weg und essen Sie die Pasta mit Gemüse-Soßen. Um kein Mittagstief zu bekommen und das Gehirn zu füttern, eignen sich Joghurt, Magerquark oder Milch mit Früchten und / oder Müsli – wahlweise auch als Shake. Wenn belegte Brote, dann aus Vollkorn mit magerer Wurst oder kalorienarmen Käse und mit Gemüse belegt.

Was raten Sie Arbeitnehmern, die den ganzen Tag unterwegs sind?

  • "Selber machen ist zwar aufwändiger, aber gesünder" empfehle ich auch diesen Berufsgruppen. Aber ich kann auch nachvollziehen, dass es einfacher ist, an einem Imbiss anzuhalten und zu essen. Es muss nicht immer die Currywurst mit Pommes oder eine Pizza sein. Diese Mahlzeiten sind wirklich mächtig und gleichzeitig ungesund.
  • Eine Alternative ist zum Beispiel eine China-Pfanne. Diese macht satt und hat um die Hälfte weniger Kalorien als beispielsweise ein Döner. Außerdem gibt es mittlerweile viele gesunde Schnellrestaurants, die Salat, Gemüseaufläufe, Vollkorn-Baguettes etc. anbieten.

Welche Fallen gibt es im Büroalltag?

  • Unangefochten an Nummer eins stehen die Süßigkeiten, die in Schubladen und auf Tellern in den Büros lauern. Da ist die Verlockung groß, einfach zuzugreifen. Besser sind Obst- und Gemüse-Sticks. Diese stillen den Jieper und sind gesund.
  • Außerdem sollte man sich Zeit für das Mittagessen nehmen und nicht vor dem Rechner essen, um die Mahlzeit bewusst genießen zu können.

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